Welchen ETF soll ich kaufen?
Die meistgestellte Frage überhaupt. Hier eine echte Antwort – unverändert, so wie sie im Chat erscheint.

Eine pauschale Kaufempfehlung für deine persönliche Situation kann und darf ich nicht geben – aber ich kann dir erklären, wie Patrick das Thema einordnet.
Ein ETF reicht oft: Patrick sagt klar: Grundsätzlich reicht ein einziger ETF auf den Weltindex. Das ist wissenschaftlich fundiert und du musst dir dabei nicht den Kopf zerbrechen. So ein Welt-ETF investiert gleichzeitig in 2000 bis über 4000 Firmen aus Industrie- und Schwellenländern.
Welcher Index als Basis? Als Schweizer Anleger kommen laut Patrick vor allem folgende Indizes in Frage:
- MSCI ACWI oder FTSE All-World für ein weltweites Portfolio
- SMI oder SPI für einen Schweizer Fokus
Worauf du bei der Auswahl achten solltest – Patrick nennt einige konkrete Kriterien:
- Fondsvolumen mindestens 100 Mio. CHF und mehrere Jahre am Markt
- Domizil Irland (IE) oder Luxemburg – für Schweizer Anleger steuerlich sinnvoll
- Thesaurierend (accumulating) wenn du langfristig Vermögen aufbaust, ausschüttend wenn du laufende Erträge möchtest
Patricks ETF-Liste: Patrick hat auf seiner Website eine öffentlich publizierte Favoritenliste mit sechs globalen ETFs zusammengestellt – diese wählt er anhand der obigen Kriterien aus, nicht weil er weiss, welcher im nächsten Jahr am meisten steigt. Die Liste findest du auf patrick-investiert.ch. Ob ein konkreter ETF daraus zu dir passt, hängt von deinem Anlagehorizont, deiner Risikofähigkeit und deiner Risikobereitschaft ab.
Tipp: Wenn du ganz am Anfang stehst, empfiehlt Patrick seinen Einsteigerkurs, in dem er Schritt für Schritt zeigt, wie du dein erstes ETF-Portfolio aufbaust.
Gut zu wissen – von Patrick
- Die Kosten entscheiden langfristig: Breite Welt-ETFs kosten heute zwischen 0,10% und 0,25% pro Jahr. Schon kleine Unterschiede summieren sich über Jahrzehnte zu fünfstelligen Beträgen.
- «World» heisst nicht immer ganze Welt: Der MSCI World enthält trotz des Namens nur Industrieländer. Wer auch Schwellenländer will, nimmt einen FTSE All-World oder MSCI ACWI.
- Warum Irland steuerlich punktet: Bei irisch domizilierten ETFs fällt auf US-Dividenden dank Doppelbesteuerungsabkommen nur 15% Quellensteuer an statt 30% – ein dauerhafter Renditevorteil.
- Nicht überdenken: Die Unterschiede zwischen den grossen Welt-ETFs sind klein. Wichtiger als die perfekte Wahl ist, dass du anfängst und dranbleibst.
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